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Raumplanerinnen und Raumplaner der TU Dortmund arbeiten an Konzepten für Blumenthal

Einblicke in die fachliche Beurteilung der „TecWorld“-Pläne von OB Dr. Frank Dudda.

An der Fakultät für Raumplanung der TU Dortmund arbeiten Studierende, die kurz vor Ihrem Abschluss stehen, unter der Leitung von Prof. Dr. Dietwald Gruehn an alternativen Plänen fürdie verbliebene Brachfläche des ehemaligen Bergwerks „General Blumenthal“. Das Blumenthal-Gelände ist die letzte verbliebene Freifläche in Wanne, über die das Stadtklima, eine zukunftsfähige Stadtentwicklung und die Biodiversität positiv beeinflusst werden können. Hier plant der Herner Oberbürgermeister die TecWorld Herne, die große Teile der Fläche versiegelt und verbraucht, auf Fördergelder und die Ansiedlung einerKombination aus Hochschul- und Industrie-Komplex setzt und Grün auf die Dächer der Gebäude verbannt.Das „Dekaden-Projekt“, wie die TecWorld von der Stadt Herne genannt wird, findet bei der Analyse der angehenden Wissenschaftlerinnen der Fakultät für Raumplanung wenig Zustimmung. In einem Pressegespräch mit Michael Muscheid und der BI Stadtwald am Montag, den 22. Juni, betonten drei Mitautorinnen des akademischen Projekts, dass die Ansiedlung von Hochschulteilen auf der TecWorld Herne extrem unwahrscheinlich sei. Um den Ausgleich von Ökonomie, Ökologie und Sozialem zu gewährleisten, müsse sehr viel Grün erhalten bleiben – das sei den verschiedenen Ansätzen der Dortmunder Planungskonzepte gemeinsam. Die Mitautorinnen des Projekts um Prof. Dr. Gruehn stellen die Ergebnisse ihrer Arbeit für Mitte Juli in Aussicht und betonen, dass ihre Konzepte noch nicht fertig gestellt sind. Ausstellung und Preis für beste Planungskonzepte Angedacht ist eine Ausstellung der ausgearbeiteten Planungskonzepte für Blumenthal in der Herner Öffentlichkeit, beispielsweise im Rathaus, um die Diskussion um Blumenthal in Herneum fachliche Sichtweisen zu bereichern und die Leistung der Studierenden zu würdigen. Die Bürgerinitiative Stadtwald, die sich mit den Kreisgruppen von NABU und BUND Herne für einen Erhalt von Brach- und Waldfläche auf Blumenthal engagiert, schreibt einenundotierten Preis für das planerische Konzept aus, das die beste städtische Klimafolgenanpassung und einen nachhaltigen Ökobilanzausgleich beinhaltet.

Text, Bild: Rafael Wagener